Nachhaltig heizen in Industriegebäuden
Wärmepumpen – nachhaltige Lösung.Bild: © SWS
In der aktuellen Diskussion rund um die Transformation der Wärmeversorgung liegt der Fokus häufig auf dem Wohngebäudebereich. Das bundesweite Interesse an Wärmepumpen, Photovoltaik und der effizienten Nutzung von Abwärme ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Dabei gerät jedoch oft aus dem Blick, dass auch Industriegebäude – etwa Produktionshallen, Werkstätten oder Lagerflächen – zunehmend für nachhaltige Heizlösungen geeignet sind. Moderne, leistungsstarke Wärmepumpensysteme können hier heute vielfach fossile Heizsysteme sinnvoll ersetzen.
In Wohngebäuden im Bestand erfolgreich
Die Stadtwerke Soest haben im vergangenen Jahr beispielsweise zwei Mehrparteienhäuser am Hiddingser Weg mit insgesamt 60 Wohneinheiten erfolgreich dekarbonisiert. In den etwa zehn Jahre alten Gebäuden wurde die bestehende Gasheizung vollständig zurückgebaut und durch vier in Kaskade geschaltete Wärmepumpen ersetzt. Ergänzend wurde eine sogenannte Exergiemaschine installiert, die eine effiziente und zuverlässige Warmwasserbereitung sicherstellt. Die beheizte Fläche der beiden Gebäude erstreckt sich auf rund 2.700 Quadratmeter
Großwärmepumpen – Beheizung und Klimatisierung großer Objekte. Bild: © AdobeFI
Förderfähige Lösungen für Gewerbeflächen
Auch für gewerbliche und industrielle Anwendungen stehen heute zukunftssichere Lösungen für Heiz- und Klimasysteme zur Verfügung, die in vielen Fällen zudem staatlich gefördert werden können. „Wir haben zwar aktuell bei uns kein unmittelbar anstehendes Projekt in diesem Bereich“, erläutert Patrick van Heek, bei den Stadtwerken zuständig für Wärmekonzepte und Energieberatung, „aber das Projekt am Hiddingser Weg hat im vergangenen Jahr eindrucksvoll gezeigt, was technisch bereits möglich ist.“ Und wenn die Umstellung im Wohngebäudebereich funktioniert, stellt sich die Frage, warum vergleichbare Lösungen nicht auch in Produktions- und Industriehallen erfolgreich umgesetzt werden sollten.
Unabhängig von Erdgas und Heizöl
Wer derzeit Heizöl für industrielle Anlagen zu Preisen von über einem Euro pro Liter netto beschaffen muss, spürt die wirtschaftlichen Auswirkungen der fossilen Abhängigkeit unmittelbar. „Bei vielen unserer Geschäfts- und Gewerbekunden reifen die Überlegungen zur Umstellung auf nachhaltige Wärmelösungen derzeit sehr dynamisch“, macht Patrick van Heek deutlich. „Natürlich muss jedes Projekt individuell betrachtet werden. Faktoren wie Gebäudestruktur, Nutzung und Lastprofile spielen eine entscheidende Rolle für Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Aber grundsätzlich gilt: Es ist bereits heute deutlich mehr möglich, als viele Gewerbetreibende vermuten.“
Wir informieren Sie gerne ausführlicher:
Patrick van Heek
Wärmekonzepte und Energieberatung
T 02921.392-160
E-Mail: p.vanheek@stadtwerke-soest.de









