Jeden Tag Verantwortung für Soest
Der Leiter der Feuerwehr Soest, Christoph Blume.Bilder: © Pixelbuddha Studio, Suncheli - stock.adobe.com, Christoph Blume
In den EnergieNEWS gibt es die neue Serie „Helden des Alltags“. Das können Menschen innerhalb oder außerhalb der Energiebranche sein, die sich in besonderer Weise für andere einsetzen. Heute stellen wir Christoph Blume vor, Leiter der Feuerwehr Soest und seit vielen Jahren engagiert für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Soest.
Alles begann in der Jugendfeuerwehr
Der Weg zur Feuerwehr begann für Christoph Blume in der Jugendfeuerwehr. Gemeinsam mit Freunden besuchte er die ersten Übungsabende und entdeckte schnell seine Begeisterung für die Gemeinschaft, die Technik und die verantwortungsvolle Aufgabe. Aus dem anfänglichen Interesse entwickelte sich über die Jahre ein dauerhaftes Engagement. Heute, fast drei Jahrzehnte später, leitet er die Feuerwehr Soest im Ehrenamt und trägt Verantwortung für den Brandschutz in der Stadt
Einsatzfahrzeug – der Feuerwehr Stadt Soest. Bild: © Christoph Blume
Starke Gemeinschaft
Die Feuerwehr Soest gehört zu den wenigen Feuerwehren vergleichbarer Städte, die ihre Aufgaben vollständig mit ehrenamtlichen Kräften bewältigt. Darauf ist Christoph Blume gemeinsam mit seinen Kameradinnen und Kameraden stolz. Wenn er über die Feuerwehr Soest spricht, spricht er selten über sich selbst. Viel lieber richtet er den Blick auf die Menschen, die die Feuerwehr ausmachen. Rund 700 Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder gehören heute zur Feuerwehr Soest. „Wir sind eine starke Mannschaft und erfüllen die Anforderungen aus dem Brandschutzbedarfsplan in hohem Maße“, sagt er. Rund 250 Frauen und Männer engagieren sich in der Einsatzabteilung. Hinzu kommen etwa 100 Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die Kinderfeuerwehr, die Ehren- und Altersabteilung sowie die Feuerwehrmusik. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass die Feuerwehr Soest ihre vielfältigen Aufgaben zuverlässig erfüllen kann. Für Christoph Blume ist diese breite Aufstellung ein wichtiger Erfolgsfaktor. „Ich empfinde es als große Ehre, mich an dieser Stelle engagieren und einbringen zu dürfen“, sagt er.
Gemeinsam für die Sicherheit der Stadt
Eine leistungsfähige Feuerwehr braucht nicht nur engagierte Einsatzkräfte, sondern auch die passende Ausstattung. Deshalb ist die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Verwaltung und Politik für Christoph Blume ein wichtiger Erfolgsfaktor. „Bei uns sind aktuell 35 Fahrzeuge im Einsatz“, erklärt der Leiter der Feuerwehr. „Natürlich gibt es regelmäßig Planungen für Ersatzbeschaffungen und Investitionen. Dabei erleben wir eine sehr vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadt.“
Vielfältige Aufgaben
Als Mitarbeiter der Stadtverwaltung kennt Blume die Abläufe und Entscheidungswege genau. Gleichzeitig beobachtet er, wie sich die Anforderungen an die Feuerwehr verändern: „Neben den klassischen Aufgaben wie Brandschutz und technischer Hilfeleistung übernehmen wir immer häufiger Einsätze, die einen sozialen Hintergrund haben. Das reicht von Türöffnungen für in Not geratene Menschen bis hin zur Unterstützung nach Wasserschäden.“ Für ihn zeigt sich darin, wie vielfältig die Aufgaben der Feuerwehr heute geworden sind und wie wichtig eine gute Vernetzung innerhalb der Stadt ist.
Vollbrand – Tennishalle. Bild: © Christoph Blume
Keinerlei Nachwuchssorgen
Dass die Feuerwehr Soest auch in Zukunft gut aufgestellt sein wird, davon ist Christoph Blume überzeugt. Rund 100 Jugendliche engagieren sich derzeit in der Jugendfeuerwehr. Hinzu kommt die erst kürzlich gegründete Kinderfeuerwehr. Nachwuchsmangel ist deshalb kein Thema. „Wir sind getragen von dem Gedanken, anderen Menschen zu helfen und für die Gemeinschaft da zu sein“, sagt Blume. Genau diese Haltung motiviere viele der ehrenamtlichen Einsatzkräfte, sich über Jahre hinweg zu engagieren. Einen Ausgleich zum oft anspruchsvollen Ehrenamt findet der Chef der Feuerwehr auf dem Rennrad oder auf Reisen mit seiner Frau. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm der Brand der Tennishalle in Soest im vergangenen Jahr. „Als wir eintrafen, war zunächst nur wenig Rauch zu sehen“, erinnert er sich. „Wenige Minuten später stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Da war schnell klar, dass eine Rettung der Halle nicht mehr möglich sein würde.“
Sie haben auch eine Idee für einen „Helden des Alltags“? Einfach eine Mail mit Ihrem Vorschlag und kurzer Begründung an: L.Rempel@stadtwerke-soest.de









