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E-Mobilität 30. Juni 2020

Strom = Mobilität

Die Stadtwerke Soest bieten für den Ausbau der E-Mobilität einen eigenen E-Mobilitätstarif für Ladestrom an. Die Energiekosten für das Betanken der Elektroautos werden mit dem neuen Tarif günstiger.     

 

E-Autos mit neuem Tarif günstiger auftanken

Beim Wort „Tanken“ beginnt beim Durchschnittsdeutschen immer noch das alte Kopfkino. Ein leerer Fünfliter-Kanister, die üblichen Farben und Symbole vom blauen A bis zur rotgelben Muschel und überall riecht es streng nach Benzol. Aber – Zapfpistole und Superplus könnten bald von Begriffen wie Wallbox und Ladeleistung ersetzt werden. Der Grund: Immer mehr Autos in Deutschland fahren nicht mehr mit Diesel- oder Otto-Motor, sondern ganz simpel elektrisch.

 

Eigener Zähler bringt Preisvorteil

Die Stadtwerke Soest werden vor allem für Gewerbekunden diesem Trend gerecht und bieten seit einiger Zeit einen besonderen E-Mobilitätstarif zum Laden von Elektrofahrzeugen an. Wer sich nämlich für ein oder mehrere E-Autos im Firmenfuhrpark entscheidet, der kann sich von den Stadtwerken Soest eine eigene Ladeeinheit mit eingebautem Zählersystem liefern lassen. Mit eigenem Zähler kommt der Kunde in den Genuss eines Preisvorteils, erläutert SWS-Fachmann Christian Voß, der gemeinsam in einem Team mit Kolleginnen und Kollegen für die Ladestrom-Organisation zuständig ist. „Für diese Zähler gelten geänderte Netzentgelte und diese Abweichungen nach unten können sich über das Jahr – je nach Ladeintensität – rasch auf einige Hundert Euro und mehr hochsummieren“, so Voß.

 

Verfügbarkeit prüfen

Der Begriff Ladestromkapazität bezeichnet quasi die Intensität, mit der Energie in die Akkus der E-Autos vom Ladepunkt fließen kann. Würde man beim Bild der herkömmlichen Tankstelle bleiben, würde er in etwa die Schlauchdicke beschreiben, durch die der Sprit ins Auto fließt. „Je mehr in kürzerer Zeit möglich ist, desto früher ist das Auftanken beendet“, fasst Voß es zusammen. Beim Ladestrom sind 11 KW pro Ladepunkt an der Wallbox durchaus üblich. Es gibt aber auch stärkere Systeme bis zu 75 KW pro Ladepunkt und mehr. Zwei Faustregeln sind bei der Ladestromkapazität zu beachten: Erstens muss immer zunächst die örtliche Verfügbarkeit vor Ort geprüft werden, denn nicht überall stehen netzbedingt alle Ladekapazitäten zur Verfügung. Zweitens gilt generell: Je mehr Ladung möglich ist, desto höher entwickelt sich in der Regel der Preis bis zur Fertigstellung der Gesamtanlage. „Mehr Power heißt teurere Infrastruktur und mehr notwendige Sicherheitsmaßnahmen – beides erhöht in aller Regel den Preis“, so die Erfahrung bei den Stadtwerken.

 

Unscheinbare Optik

Wer sich für eine Wallbox der Stadtwerke Soest interessiert, der findet auf der Unternehmensseite stadtwerke-soest.de unter dem Stichwort E-Mobilität alles Notwendige. Die Umsetzung des Projekts funktioniert nur in Absprache mit einem Elektriker und der Rücksprache mit dem Energieversorger. Installation, Abnahme und Inbetriebnahme erledigen Fachhandwerker und Stadtwerke Soest dann in Absprache. Auf Wunsch vermitteln die Stadtwerke auch den Elektroinstallationsfachmann bzw. zeigen auf, wie bereits bestehende PV-Anlagen und Ähnliches mit der Wallbox als Ladeeinheit in Verbindung gebracht werden können.

 

Mobilität der Zukunft

„Nicht wenige sind der Meinung, mit der Verbindung von regenerativer Energieerzeugung wie etwa durch Photovoltaik und der Nutzung von Strom bei der Fortbewegung wie im E-Auto würde eine Verbindung geschaffen, die an Nachhaltigkeit kaum vorbildlicher sein könnte“, so Energieexperte Christian Voß. Fakt ist: Wer mit reinem Sonnenstrom Auto fährt, produziert beim Fahren selbst auf jeden Fall keine weiteren Emissionen. Zugegeben – die gesamte Materie ist nicht unkompliziert. Wer sich für E-Mobilität und die dazugehörige Ladeinfrastruktur interessiert, der muss sich die Zeit nehmen, wichtige Frage gemeinsam mit den Stadtwerken Soest zu formulieren und abzuklären. Aber dieser Aufwand ist mit jeder neuen Technologie verbunden. Und auch das Kopfkino von der guten alten Tanke mit ihrem Bleigestank hat sich über Generationen entwickelt – und wenn der fossile Brennstoff nun bald seltener kohlendioxidschwanger in die Luft geblasen würde, wäre dem Weltklima auf jeden Fall gedient.

Max Griebenow
E-Mail: m.griebenow@stadtwerke–soest.de
Telefon: 02921 392 152

 

Christian Voß
E-Mail: c.voss@stadtwerke-soest.de
Telefon: 02921 392 243

 

 

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