Neues aus Berlin: Was aktuell in Planung ist: Wasserstoff soll rasch an Bedeutung gewinnen
Berlin –Hier fallen die Entscheidungen für die Energiebranche.
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Gerade weil die Energiewirtschaft in erheblichem Maße von den Entscheidungen der Politik abhängt, ist unsere Rubrik „Neues aus Berlin“ aus den EnergieNEWS nicht mehr wegzudenken. Hier stellen wir dar, wie die Branche aktuelle Tendenzen und Entwicklungen wahrnimmt und einschätzt.
Wasserstoffhochlauf
Das Thema Wasserstoff gewinnt bei der Bundesregierung nach wie vor rasch an Bedeutung. Der Energieträger steht weltweit vor einem signifikanten Hochlauf. Auch die Stadtwerke Soest werden dem gerecht und prüfen alle Optionen zu partizipieren. Für den Herbst sind verschiedene Gesetzgebungsverfahren angekündigt, die die Erzeugung und die Speicherung von Wasserstoff verbessern sollen.
Novelle Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
Die Bundesregierung plant Änderungen am EnWG sowie an der Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV). Im Energiewirtschaftsgesetz sollen Genehmigung und Förderung für bewegliche Solaranlagen verbessert werden. Stromlieferanten sollen ab einer bestimmten Größe verpflichtet werden, Festpreistarife mit einer Mindestlaufzeit von zwölf Monaten anzubieten. Außerdem sollen der Netzausbau und die Systemsicherheit verbessert werden, indem der Bundesbedarfsplan angepasst wird. Im Bereich der MaStRV sollen Meldungen vereinfacht und so zu Bürokratieabbau beigetragen werden.
Strommarktdesign
Im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat die Diskussion über die künftige Gestaltung in den vergangenen Tagen erheblich an Fahrt zugenommen. Besonders geht es um die Frage, wie ein künftiger Kapazitätsmechanismus (KM) aussehen soll. Führende Branchenvertreter und der Vorstand des Zentralverbands BDEW sprechen sich hierbei klar für einen zentralen KM vor einem kombinierten KM (Mischung aus zentral und dezentral) aus. Die Hauptgründe liegen
- in der Geschwindigkeit – da zentrale KM bekannt und bewährt sind, würden sie rascher genehmigt und umgesetzt.
- in Einfachheit und Klarheit – besonders kleinere Akteure würden durch die Komplexität eines dezentralen KM ausgebremst.
- in der Technologieoffenheit – die Teilnahmebedingungen für einen KM wären in der zentralen Form in Hinblick auf Verfügbarkeit oder Laufzeit berechenbarer, im kombinierten Fall it erheblichem, zusätzlichem Aufwand verbunden.
Wegen mehr Geschwindigkeit, Akteursvielfalt, Klarheit und Versorgungssicherheit sprechen sich unsere Experten für einen technologieoffenen, zentralen Kapazitätsmarkt aus.









