Marktanalyse: Ringen um Krieg und Frieden belastet Internationale Beziehungen
Marktanalyse – Internationale Turbulenzen sorgen für Unruhe
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Ähnlich wie bei der jüngsten Marktanalyse kurz vor Weihnachten sind die Unklarheiten über die Fortdauer des Angriffskriegs Russlands in der Ukraine und die wiederholten Zollforderungen Donald Trumps in Richtung amerikanische Nachbarn, Asien und Europäische Union Unsicherheitstreiber in der Energiepolitik. Bei beiden Themen gehen die Wahrnehmungen der internationalen Öffentlichkeit zum Teil weit auseinander. Dazu kommt, dass sowohl Donald Trump bei der Zollpolitik als auch Vladimir Putin in der Frage einer Waffenstillstandsvereinbarung mit der Ukraine im Grunde keine belastbaren Aussagen treffen bzw. getroffene Aussagen regelmäßig rasch wieder einkassieren.
Erdgas-Markt
Der Erdgas-Markt ist auch im ersten Quartal 2025 einigermaßen volatil. Das Preisplateau bewegt sich nach wie vor deutlich über dem Vorkrisen-Niveau von 2020. Aktuell sehen wir für die Frontjahre ein Level von rund 35,00 €/MWh und damit immer noch deutlich über Vorkrisen-Niveau von 20,00 €/MWh, aber auch signifikant unter den Spitzenständen von bis zu 140,00 €/MWh. Der kalendarische Frühlingsanfang war am 20. März um 22.06 UHR MEZ, insofern sind Gasknappheiten aufgrund von eisigen Wintertagen nicht mehr unmittelbar zu erwarten. Die deutschen und europäischen Gasspeicher sind gegenwärtig noch um die 35 Prozent gefüllt. Wie sehr US-Präsident Trump in den kommenden Monaten versucht, Druck auf die EU-Staaten auszuüben, um den Energiehandel mit den USA zu stärken, ist trotz aller Bekundungen aus dem Oval Office nicht sicher zu prognostizieren.
Strom-Markt
Auch hier liegt ein oberes Preis-Cap derzeit bei rund 100,00 €/MWh, wo das Vorkrisenniveau noch etwa bei der Hälfte rangierte. In der Spitze wiederum lag der Preis vor rund drei Jahren aber noch um das Vierfache höher. Gerade beim Strom zeigen sich Absatzrückgänge in Deutschland durch Stagnation bzw. negatives Wachstum in manchen Branchen. Dazu wird ein florierender Welthandel deutlich von den Zolldrohungen aus den USA eingebremst. Die aktuellen Forderungen, die auch die deutsche Automobilwirtschaft und Zulieferbetriebe treffen würden, wirken sich hierzulande negativ auf die Erwartungen aus. Auch sind Gewinneinbrüche von über 30 Prozent für 2024 bei Autobauern wie Volkswagen, BMW oder Porsche zu verzeichnen.
59,4% aus Erneuerbaren in 2024
Der Ausbau der Erneuerbaren geht nach wie vor voran. Gerade hat das Statistische Bundesamt die Zahlen für 2024 präsentiert: Danach stammten fast 60% des eingespeisten Stroms in Deutschland aus Erneuerbaren Energien (EE). Von den insgesamt 59,4% kamen 31,5% aus Windkraft, 13,8% aus Photovoltaik, 6,5% aus Biogas, 4,7% aus Wasserkraft und 3,2% aus sonstigen Erneuerbaren. Wichtig wird sein, dass auch unter der neuen Bundesregierung der Vorrang der Erneuerbaren und ein beherztes Bekenntnis zum Festhalten an der Energiewende zur Grundlage der Energiepolitik gemacht wird. Das Sondervermögen von 100 Mrd. € für den Klima- und Transformations-Fonds (KTF) ist in dieser Frage ein wichtiges Signal.









