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Energienews 19. Dezember 2019

Horst hat sich verwechselt

Die Freude über einen „billigen“ Stromvertrag kann von kurzer Dauer sein. Nämlich dann, wenn ein Brief vom Netzbetreiber im Briefkasten liegt, in dem steht, dass kein Strom mehr vom Billigstromanbieter aus der Steckdose kommt. Das passiert, wenn der Stromlieferant insolvent ist.

Heißt das, bei Kerzenlicht nach einem neuen Stromanbieter zu suchen? Nein. Niemand muss sich Sorgen machen, im Dunkeln zu stehen. Der Gesetzgeber hat vorgesorgt. Im Fall der Insolvenz eines Stromanbieters beliefern wir als örtlicher Grundversorger die betroffenen Kunden zunächst im Rahmen der sog. Ersatzversorgung nahtlos weiter. Der anschließende Wechsel in einen unserer günstigeren Tarife ist jederzeit möglich.

Ärgerlich ist es, wenn man Vorkasse geleistet hat und der Stromanbieter insolvent ist. Das Geld wird nicht mit den Stadtwerken verrechnet. Diese Ansprüche muss man direkt beim bisherigen Anbieter geltend machen. Im schlimmsten Fall ist das Geld weg.

In Soest haben Pleiten von Billigstromanbietern wie FlexStrom, TelDaFax, Care-Energy, Deutsche Energie und BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft Aufsehen erregt sowie für eine erhöhte Wachsamkeit, vielleicht sogar Verunsicherung auf Seiten der Stromkunden gesorgt.

„Viele unserer Kunden, die es mit einem Billiganbieter versucht haben, sind inzwischen wieder zu den Stadtwerken zurückgekehrt, weil die lockenden Wechselrabatte ausgelaufen oder einst günstige Tarife angehoben wurden“, berichtet Barbara Beutler, verantwortlich für das Kundenzentrum der Soester Stadtwerke. "Unser Marketing hat sich mit einem kleinen Schmunzeln des Themas angenommen. Schauen Sie mal rein."

Der nackte Strompreis ist für die meisten Verbraucher ohnehin nicht das Wichtigste, ergab eine repräsentative Umfrage der ServiceRating GmbH unter 1030 Personen. 89 Prozent der Befragten äußerten, dass ihr Energieversorger in erster Linie verlässlich sein sollte. Seine finanzielle Stabilität ist immerhin 87 Prozent der Kunden wichtig. Und erst an dritter Stelle folgte das Preisniveau – mit einer Quote von 78 Prozent. Der Einsatz des Stromlieferanten für eine gesunde Umwelt ist 74 Prozent der Menschen wichtig. Aus Sicht von 62 Prozent der Teilnehmer sollte sich der Energieversorger in seinem Geschäftsgebiet auskennen und engagieren. Gute Serviceleistungen (61 Prozent) und eine kompetente Hotline (55 Prozent) liegen den Befragten ebenfalls am Herzen. „Alles Kriterien, in denen die Stadtwerke stark sind“, stellt Barbara Beutler fest.

Unser Kundenservice berät gern persönlich im Kundenzentrum oder telefonisch unter Telefon: 02921.392-150.

 

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