Menü

Sie sind hier

16. Dezember 2021

Hohes Energiepreis-Niveau hält vorerst an

Das Jahr neigt sich zu Ende und es herrschen Zustände, wie sie die Branche nur selten – vielleicht sogar noch nie - erlebt hat. Spätestens seit Mai jagt ein Rekordpreis-Niveau bei Strom und Gas das nächste. Superlative – all time Highs – Allzeithochs werden aufgestellt, nur um ein paar Tage später schon wieder nach oben gerissen zu werden. Der Markt reagiert – im Privatkundengeschäft folgen hohe Aufschläge in der Grundversorgung. In der Folge legen Anbieter vielfach sogar die sonst so wichtige Neukundenakquise auf Eis. Die Preise sind kaum noch zu kalkulieren. Wer von der Versorgerseite nachkaufen muss, aber durch Bestandsverträge auf Tarife festgelegt ist, hat ein großes Problem. Denn, wenn es ganz dumm läuft, muss er für Preis X abgeben, hat aber gerade für Preis Y, der um das Vier- bis Sechsfache höher lag, nachgekauft.

Der Markt ist in Aufruhr

Viele der berühmten börsenorientieren Preis-Crasher, die oft ohne jede Historie direkt von der Hand in den Mund leben, verlieren das Gleichgewicht. Die Billiganbieter gehen gleich Pleite oder sie stellen den Vertrieb vollständig ein. Die, die von der Akquise leben, akquirieren nicht mehr. Verrückte Welt.

Das Niveau bleibt hoch

Mit Recht lässt sich die Frage stellen: Stehen wir am Anfang einer weltweiten Energiekrise oder ist das Allerschlimmste bereits vorbei und es wird im kommenden Jahr schon rasch wieder sehr viel besser? Wie sollen Gewerbekunden auf den Zickzackkurs reagieren? Gibt es geeignete Geschäftsmodelle von der Einkäuferseite, die sich auch jetzt bewährt haben? Blickt man in der dritten Dezemberwoche auf die Märkte, so kann man eines auf jeden Fall feststellen: Eine rasche Erholung wird es sicherlich nicht geben. Das erste Quartal 2022 liegt deutlich über der Prognose für den Day Ahead. Und selbst das Gesamtjahr 2022 hat in den letzten Tagen deutlich angezogen.

Entspannung dann erst 2023 folgende?

Ein Problem bei den sich verschlechternden Prognosen ist ganz einfach aufzulösen. Eines der Kernprobleme, die mangelnde Verfügbarkeit von Erdgas auf dem deutschen Markt, hat sich nicht verändert. Und die Entscheidung der Bundesnetzagentur, die Nord Stream II-Zulassung wegen fehlender rechtlicher Vorgaben zunächst weiter nach hinten zu verschieben, hat an dieser Problematik nichts zum Positiven verändert. Eher ganz im Gegenteil. Sich verknappende Güter haben sich in der Wirtschaftsgeschichte selten durch beeindruckend attraktive Preisentwicklungen aus Käufersicht ausgezeichnet. Was derzeit aber ganz klar festzustellen ist: Aus unserer Sicht scheint der Markt eine Verlängerung der Gaspreiskrise in das nächste Speicherjahr immer mehr zu erwarten. Ein Grund dafür: Die Füllstände beim Erdgas sind in ganz Europa ausgesprochen niedrig. Dazu kommt, dass durch weniger Windaufkommen konventionelle Kraftwerke stärker in die Versorgung eingebunden waren. Ebenso sind andere Commodities wie Kohle oder Öl preislich gegenwärtig weit oben. Kommt ein richtig kalter Winter, kann es auch bei den Strom- und Erdgaspreisen noch sehr viel frostiger werden.

 

Experten der Stadtwerke können helfen

Die Fachleute bei der Beschaffung im Vertrieb der Stadtwerke Soest haben genau die richtige Erfahrung in derart schwierigen Situationen. Sie beraten sich, hören auf die Expertise von Branchenorganisationen, Fachpresse und Analysten und können auf diesem Niveau beraten. Für die eigene Beschaffung gelten ausgeklügelte Systeme, die sich über lange Zeiträume bewährt haben. Es geht um strukturierte Beschaffung, das bedeutet über einen Zeitraum von drei Jahren wird in 30 bis 40 Tranchen für das jeweils kommende Jahr in Höhe der prognostizierten Verkaufsmenge eingekauft. So entsteht ein dämpfender Effekt, wo sich aktuelle Entwicklungen nur noch zum Teil niederschlagen. Eine gewisse Preisstabilität kann so erzielt werden.

Mehr Informationen zum Thema Strom- und Gaspreise unter: www.stadtwerke-soest.de

Ansprechpartner: Vertriebsteam Stadtwerke Soest, Jörg Kuhlmann

E-Mail: j.kuhlmann@stadtwerke-soest.de