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Nachhaltigkeit 09. Dezember 2020

CO-2-Zertifikate erhöhen Kosten für fossile Energie

Die Sache an sich ist nicht neu. Wer über den Einsatz fossiler Energieträger den CO-2-Ausstoss erhöht, soll zur Kasse gebeten werden. Das haben Politik und Wirtschaft bereits vor längerem besprochen und beschlossen. Ab Januar 2021 – und das ist neu – gehen diese weitgehend konsensualen Vereinbarungen nun aber mit Vollgas in die Umsetzung. Diese Beschlüsse aus dem BEHG – dem Brennstoff-Emissions-Handels-Gesetz – werden den Einsatz fossiler Energieträger bis 2025 erheblich verteuern.

Zertifikate werden teurer

Umgangssprachlich wird für den Zertifikatspreis oft der Begriff „CO-2-Steuer“ benutzt, was allerdings nicht ganz zutrifft, handelt es sich doch in erster Linie um eine Abgabe und nicht um eine Steuer. Ab 01.01.2021 kostet das CO-2-Zertifikat pro Tonne 25,00€. Jährlich steigt dieser Preis dann von 2022 bis 2024 um jeweils fünf Euro, sodass dann 40,00€ pro Tonne fällig werden. 2025 kommt erneut eine deutliche Erhöhung auf dann 55,00€. Somit steigt der Preis in vier Jahren insgesamt um 120 Prozent.

 

Erhebliche Mehrkosten

Diese signifikanten Steigerungen über das Emissionshandelssystem werden sich auch auf den Abrechnungen für Erdgas, aber auch bei der Nutzung anderer fossiler Energieträger, deutlich bemerkbar machen. Bei Abnahme von einer Million Kilowattstunden Erdgas entspricht dies einer Verteuerung innerhalb im kommenden Jahr von netto 4.500 Euro. Entsprechend sind das bei zehn Millionen Kilowattstunden dann 45.000 Euro mehr pro Jahr. Alles andere als Peanuts also.

 

Nachfolgend aufgezeigt die geplante Entwicklung (Quelle VNG, Stand 09/2020):

 

 

 

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